Solidarität mit der VVN-BdA!

Themen: Repression

Thowil, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Wie die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschist*innen (VVN-BdA) vergangene Woche bekannt gegeben hat, wurden vier unter dem Verband organisierten Vereinen ohne Angabe von Gründen die Konten der Postbank zum 31. März 2026 gekündigt.

Gegründet von Widerstandskämpfern und den Überlebenden aus den faschistischen Konzentrationslagern, ist die VVN-BdA die traditionsreichste antifaschistische Organisation in der BRD. Bereits 1945 gegründet, wurde die VVN-BdA von Beginn ihres Bestehens bekämpft. Bereits 1951 in Hessen verboten, erlebten viele Mitglieder Repressionen und Berufsverbote. In vielen Fällen von Richtern verurteilt, die für ihre faschistische Vergangenheit nie zur Rechenschaft gezogen wurden. 2019 führte die VVN-BdA den Kampf gegen die Aberkennung der Gemeinnützigkeit, bei dem die Behörden schon damals fadenscheinige Begründungen eines Kampfs gegen „Linksextremismus“ gegen sie in Stellung brachte.

Das jetzt erfolgte „De-Banking“, also der Entzug von benötigten Konten, hat zuvor schon diverse antifaschistische, antiimperialistische und internationalistische Gruppierungen getroffen, darunter die Rote Hilfe und die Deutsche Kommunistische Partei (DKP), sowie bereits 2024 die Jüdische Stimme. Es reiht sich ein in die zahlreichen Versuche des deutschen Imperialismus der letzten Jahre, die Arbeit dieser Organisationen zu behindern und die Heimatfront für den Kriegskurs zu formieren. Das ist auch besonders bemerkenswert, weil die Postbank der Deutschen Bank untersteht. Dieselben Banken, die massiv von Zwangsarbeit und faschistischer Verfolgung profitierten, gehen jetzt wieder gegen Antifaschisten vor und setzen die Staatsräson in Richtung Kriegsrecht durch. Gleichzeitig ist der Angriff auf die Arbeit der VVN-BdA als „Trumps langer Arm“1 auch mit dem enormen Einfluss des US-Imperialismus zu erklären: das Sanktionsregime der USA, bei dem seit kurzem auch „die Antifa-Ost“ auf einer Sanktionsliste steht2, setzt auch das deutsche Kapital und seine Banken unter Druck – das US-Geschäft und die Verbindung ins Zentrum des Weltimperialismus sind zu wichtig.

Mit dem De-Banking sollen antifaschistische und antiimperialistische, internationalistische Gruppierungen isoliert und eingeschüchtert werden, ihrer wichtigen Arbeit die Grundlage entzogen. Doch diese Angriffe sind nicht nur Einzelnen gewidmet – sie gelten uns allen als Bewegung, und als Bewegung müssen wir uns gemeinsam gegen sie stellen.

Kampf der Repression – wir lassen uns nicht einschüchtern!
Stoppt das De-Banking!
Antifaschismus und Internationalismus sind kein Verbrechen!
Nieder mit dem Sanktionsregime des US-Imperialismus!
Stoppt den militaristisch-reaktionären Staatsumbau der BRD!

1Vgl. https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/hilfe-e-v-kuendigungen-bankkonten-deutschland-ofac-li.3358715

2https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-trump-ost-antifa-terror-100.html