„Emanzipation und De-Emanzipation“ – Domenico Losurdo – Über den Zusammenhang seines Denkens (Teil 3)

Themen: Faschismus

Im dritten Teil über das Werk des italienischen Historikers Domenico Losurdo führt uns Andreas Wehr durch Losurdos Sicht auf Fort- und Rückschritte demokratischer Rechte in der bürgerlichen Gesellschaft. Welche Rolle spielte die Arbeiterbewegung dabei und wie haben die Herrschenden stets versucht, demokratische Rechte einzuschränken? Dabei beschäftige sich Losurdo auch mit der von Marx und Engels als Bonapartismus bezeichneten Herrschaft von Louis Bonaparte von 1851-1870 in Frankreich. Losurdo erkannte Parallelen dieser Herrschaftsvariante zur Frühgeschichte der USA.

In der kontroversen Diskussion geht es insbesondere um die bereits in den 1920er Jahren geführte Debatte um das Verhältnis von Bonapartismus und Faschismus und die Frage, wie der unterschiedliche Grat von Demokratie in kapitalistischen Staaten begrifflich fassbar wird. 

Wir haben uns als KO mit der Diskussion um Faschismus und Bonapartismus zuletzt auch in unserer Broschüre über Faschismusdiskussionen näher auseinandergesetzt. Dabei verfolgen wir insbesondere die Kritik aus der Dritten Internationale an der sogenannten „Bonapartismustheorie“. Hier nachzulesen.