Die letzten Wochen waren im Iran durch Proteste und bürgerkriegsähnliche Zustände geprägt. Die meisten Linken und Kommunisten in Deutschland haben sich undifferenziert hinter die Proteste gestellt und deren Verlauf in Richtung Bürgerkrieg angefeuert. Dabei wurden Narrative und vermeintliche Fakten des Imperialismus reproduziert und Gegenbewegungen ausgespart.
Wir kontrastieren diese Positionen mit den Hintergründen und dem Verlauf der Proteste. Wir zeigen auf, wie die Positionierung der Linken – gewollt oder ungewollt – dazu beiträgt, den Kriegskurs gegen den Iran zu legitimieren und sich damit faktisch gegen die Interessen des iranischen Volkes richtet.
Denn wenn es tatsächlich darum geht, das iranische Volk bei seinem Kampf für mehr Selbstbestimmung zu unterstützen, muss sich unser Kampf gegen den ökonomischen Krieg mittels der Sanktionen und gegen die militärische Kriegsvorbereitung richten.
Susann Witt-Stahl war ab Mitte Dezember in Tiflis, Georgien, um aus erster Hand einen Eindruck von den pro-westlichen Protesten zu gewinnen. Im Podcast gibt sie nicht nur einen genauen Überblick über die soziale Zusammensetzung und politischen Hintergründe der Proteste, sondern zerrt das dichte Netz westlicher Stiftungen und NGO's aus dem Dunkeln, die emsig an einem Regime-Change in Georgien arbeiten.