Bericht über die 4. Vollversammlung der Kommunistischen Organisation vom 22.-24. April 2022 - Neben einem zentralen Beschluss zur Parteifrage haben wir einen Beschluss zur Klärung der Imperialismusfrage gefasst, mit dem wir auf den bestehenden Dissens in unserer Organisation und in der kommunistischen Bewegung reagieren.
Wir müssen unsere Gewerkschaften zu Organisationen des Widerstands machen und dürfen es der Führung nicht mehr erlauben, sie zu Kollaborateuren der deutschen Kriegsregierung zu machen.
24. Mai 2022
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Beschluss der 4. Vollversammlung, April 2022
1. Die politische Entwicklung und die damit verbundenen Streitfragen zwingen uns dazu, die Klärung der...
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Beschluss der vierten Vollversammlung, April 2022
Die KO organisiert Aktionen, Kundgebungen, Demos, Veranstaltungen und weitere geeignete Formen, um entsprechend dieser Orientierung gegen den...
Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine beteiligte sich die KO an den diesjährigen Ostermärschen in Berlin, Chemnitz, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, Mannheim und Stuttgart.
Beitrag von Tom Hensgen und Thanasis Spanidis - Wir meinen, die Ursache der Entstehung von Lagern liegt doch woanders und dass es überhaupt notwendig geworden ist, daran zu erinnern, dass wir eine programmatische Grundlage haben, ist eine Folge dieser Lagerbildung – und nicht umgekehrt.
Beitrag von Patrick Honer - Überlegungen zum Unterschied von Bild, Theorie und Modell bezogen auf das Bild der Pyramide, Gedanken zur Frage, wie der Charakter eines Landes bestimmt werden kann und ein Versuch, die allgemeinen Aufgaben der Kommunisten am konkreten Beispiel darzustellen.
Beitrag von Philipp Kissel - Wenn wir nun als KO trotz unserer bisherigen Anstrengungen, einen Klärungsprozess zu organisieren, diesen stoppen, bevor er überhaupt angefangen hat, weil wir behaupten, die Thesen seien schon die Antwort, dann wären wir gescheitert.
Beitrag von Klara Bina - Wenn jetzt die Programmatischen Thesen den Rang einer schon begriffenen Wahrheit zugesprochen bekommen, dann droht uns Dogmatismus auf einer sehr niedrigen Entwicklungsstufe. Durch ein solches Herangehen wird das Potential für die weitere Entwicklung erstickt, bevor es sich überhaupt entfalten kann.
Der Leipziger Studierendenrat (StuRa) beschloss kürzlich den Boykott der Kommunistischen Organisation sowie anderer linker und kommunistischer Strukturen. Wir verurteilen diese Attacke und fordern eine Aufhebung des Beschlusses sowie Solidarität mit allen Betroffenen.
Beitrag von Edgar Kunze - Es besteht in unserer Debatte eine Gefahr die politische Krise der Bewegung und die Notwendigkeit zur Klärung zu einfach, d.h. unzureichend zu erfassen. Ein Problem, das seine Ursachen bereits im Austrittsprozess aus der DKP hat.
Beitrag von Bob Oskar - Sich jedoch davon zu entfernen, den Imperialismus als System analysieren zu wollen, und stattdessen Länder wie Russland rein als Opfer (anderer) imperialistischer Staaten zu verstehen, das geht meiner Meinung nach in eine komplett falsche Richtung.
Beitrag von Thanasis Spanidis - Die Konzeption der „imperialistischen Pyramide“ ist somit – im Gegensatz zu den Auffassungen ihrer Kritiker – keineswegs eine Abweichung von der Imperialismusauffassung Lenins, sondern deren Anwendung auf die heutige Weltlage.
Beitrag von Nasrin Düll - Unbedingt benötigte das Projekt der Verwandlung der Ukraine in einen Vorposten der NATO jene Kräfte, deren Kernkompetenz der Terror ist und die den gleichen Feind wie die NATO, nämlich Russland, haben.
Beitrag von Fatima Saidi - Wenn anstelle der Differenzierung der Pyramide für die Länder die nicht an der Spitze sind, ein so starker Fokus auf die Trennung zwischen Räuber und dem Rest der Welt gelegt wird, landen wir bei einer sehr unscharfen Analyse.
Die NATO ist das aggressivste und mörderischste imperialistische Kriegsbündnis auf dem Planeten. Wenn ausgerechnet diese Brandstifter sich nun als „Verteidigungsbündnis angesichts der russischen Aggression“ präsentieren, ist das an Heuchelei und Verlogenheit nicht mehr zu übertreffen.
Beitrag von Chris Aurora - Ich halte es in Anbetracht der momentan zu beobachtenden Entwicklungen in der NATO und der BRD für einen Fehler auf die vollständige Analyse warten zu müssen.
Die heutige Gedenkpolitik in der Bundesrepublik mystifiziert den Faschismus. Sie blendet seine gesellschaftlichen Ursachen bewusst aus und zielt auf eine moralische Ablehnung der faschistischen Gräueltaten ab.
Beitrag von Milo Barus - Der Begriff des „objektiven Antiimperialismus“ meint im Kern die zwischenimperialistischen Widersprüche auszunutzen, um die Kampfbedingungen für die Internationale Arbeiterklasse zu verbessern.