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Podcast #29 – Susann Witt-Stahl über den Faschismus in der Ukraine und die aktuelle „Heimatfront”

Susann Witt-Stahl arbeitet als freie Journalistin u.a. für die junge Welt, ist Buchautorin und Chefredakteurin des Gegen-Kulturmagazins Melodie & Rhythmus. Susann beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Entwicklungen in der Ukraine, war mehrmals dort und pflegt Kontakt zu vielen antifaschistischen Genossen vor Ort.

Wir haben die Entwicklung des Faschismus in der Ukraine nachgezeichnet und diskutiert. Im Fokus stand dabei auch die Frage, welche Wirkung diese Entwicklungen hier an der „Heimatfront“ haben, wo die deutsche Linke steht und was nun die Aufgabe von Antifaschisten und Kommunisten ist.

Außerdem haben wir uns mit der jüngsten Diskussion in der Kommunistischen Bewegung zum „exportierten Faschismus“ auseinandergesetzt und die Notwendigkeit eines fundierten Faschismusbegriffs als Aufgabe der Bewegung herausgestellt.

Aktuelles

Warum gründet man eine KP?

Die KO/ML hat bekannt gegeben, die "KP" gegründet zu haben. Anlass war vor allem die Verwechslung mit uns. Der Schritt führt das Vorhaben der KO ad absurdum und ist Ausdruck einer gewissen Ignoranz gegenüber den Verhältnissen und seinen eigenen Potentialen. Der gewählte vermeintliche Ausweg wird aber tiefer ins Labyrinth führen, denn Selbstüberschätzung wird nicht dazu führen, die Probleme besser zu erkennen. Das größte Problem besteht aber in den Inhalten der Gruppe, die vor allem in Äquidistanz und dem Irrweg des "gegen alle Imperialismen" bestehen.

Von der Demokratiebewegung zur kriegstüchtigen Volksgemeinschaft

Der Beitrag von Milo Barus beleuchtet, wie die neue `Demokratie-Bewegung` zum Ausdruck einer neuen Burgfriedenpolitik geworden ist. Gewerkschaften und „linke“ Organisationen werden darin zu Kettengliedern einer neuen Gesinnungsgemeinschaft. Einer Gemeinschaft, in der es keine Klassengegensätze, sondern nur noch „liberale Demokraten“ gibt und in der die Kritik an Krieg und Verarmung einer unerschütterlichen und klassenübergreifenden Kriegsbegeisterung und Opferbereitschaft weicht. Eine Gemeinschaft, in der die rassistische Hetze gegen Araber und Muslime, aber auch gegen Russen und Chinesen als Voraussetzung für die Zustimmung zu den gegenwärtigen und zukünftigen Kriegsprojekten normalisiert wird. Bei Beiträgen handelt es sich nicht zwangsläufig um Positionen der Kommunistischen Organisation.