Im Zuge der antiimperialistischen Proteste gegen den diesjährigen „Afrika-Frankreich Gipfel“ in Nairobi kam es zu mehreren Fällen staatlicher Repression. Bereits gestern wurden fünf kenianische Genossen verhaftet, die gegen das neokolonialistische Event protestiert hatten. Heute schoss die Polizei mit Tränengas auf eine Demonstration und verhaftete weitere Aktivisten, darunter mehrere ausländische Genossen.
Heute hat in Nairobi der Pan-Africanism Summit Against Imperialism (PASAI) begonnen. Er richtet sich gegen den sogenannten „Afrika-Frankreich-Gipfel“, der zeitgleich in Kenia stattfindet und das Ziel hat, den Neokolonialismus in Ostafrika zu zementieren.
Antiimperialistische und revolutionäre Kräfte werden in Kenia schon länger unterdrückt. Auch heute hat sich die staatliche Repression gegen Genossen gerichtet, die gegen das neokolonialistische Event protestiert haben.
Genossinnen von uns sind vor Ort dabei und werden über den PASAI berichten. In Kürze werden wir auch ein Interview mit zwei Genossen der Communist Party Marxist – Kenya (CPM-K) veröffentlichen.
Unseren Diskussionsbeitrag könnt ihr jetzt auch anhören!
Darin widmen wir uns den Argumenten der linken Regime-Change-Befürworter und versuchen, aufzuzeigen, wie diese durch falsche Prämissen in der nationalen Frage, spontanistische Revolutionsromantik und eine gleichmacherische Imperialismusvorstellung die Agenda des Imperialismus stützen.
Während die Kriegsvorbereitungen gegen den Iran auf Hochtouren liefen, war man sich von der Springerpresse bis weit hinein in die Linke einig: Die Islamische Republik soll um jeden Preis fallen. An dieser Auffassung hat sich selbst jetzt, nach Beginn des offenen und terroristischen Krieges gegen den Iran, wenig geändert. Hört also unbedingt rein!
Die US-Imperialisten und das zionistische Regime wollten den Krieg – und jetzt haben sie ihn begonnen. Wie üblich unterstützen Berlin, Paris, London und Brüssel die Aggression.
Die Führung in Teheran hat alles getan, um diesen Krieg zu verhindern, und sie hat auf jeden Angriff besonnen reagiert. Aber: Der Iran hat das Recht, sich zu verteidigen!
Gegen den westlichen Terrorismus hilft nur Widerstand. Als Palästinasolidaritäts- und als Friedensbewegung sind wir Teil dieses Widerstands.
Der Iran wird nur wegen seiner Außenpolitik verteidigt und der Sturz "der Mullahs" sei die große Chance der iranischen Arbeiterklasse?
Wir widmen uns den Argumenten der linken Regime-Change-Befürworter und versuchen aufzuzeigen wie diese durch falsche Prämissen in der nationalen Frage, spontanistische Revolutionsromantik und eine gleichmacherische Imperialismusvorstellung die Agenda des Imperialismus stützen. Als Aufhänger unserer Kritik dienen die Argumente von Fabian Lehr.
Während Dutzende Länder ihre nationale Souveränität gegen den Imperialismus verteidigen, verkünden nicht wenige Linke und Kommunisten das Ende des Neokolonialismus und erteilen nationalen Befreiungskämpfen eine Absage. Anlass genug, sich Lenins Positionen zur Nationalen Frage zu widmen.
Jakob und Shumi besprechen die Vertiefungsgruppenarbeit "Zum Verhältnis von nationaler Selbstbestimmung und sozialistischer Revolution" und gehen dabei auf die historischen Debatten der Dritten Internationale sowie die Forschung der DDR ein. Dabei zieht Shumi ein klares Fazit: "Wenn wir nationale Befreiungskämpfe nicht unterstützen, machen wir keine Revolution."
Die USA droht Venezuela mit Regime Change und Krieg. Washington hat Kriegsschiffe in die Karibik entsandt und baut eine Drohkulisse auf.
Unser Genosse Dietrich berichtet von einem Kongress in Venezuela und der Lage vor Ort. Unser Genosse Yannik liefert Hintergründe zur politischen und wirtschaftlichen Entwicklung Venezuelas. Beide erläutern, wie es dem Land gelingt, dem Druck der USA stand zu halten.
Schon im frühen Teenageralter schloss sich Mehdi Ben Barka der marokkanischen Unabhängigkeitsbewegung an und war 1944 an der Gründung der Istiqlal-Partei (Unabhängigkeitspartei) beteiligt. Im selben Jahr...
Anlässlich des 5. Panafrikanischen Kongresses, der vor 80 Jahren in Manchester stattfand, veröffentlichen wir einen Text von Kwame Nkrumah zur panafrikanischen Bewegung und zur...
Vor genau zwei Jahren, am 16. September 2023, wurde die Allianz der Sahelstaaten (AES) gegründet. Zu diesem Anlass spiegeln wir das heute auf Deutsch erschienene Dossier des Tricontinental Institute zum Kampf der Völker Westafrikas gegen Kolonialismus, Neokolonialismus und für sozialen Fortschritt.
Anlässlich des diesjährigen African Liberation Day veröffentlichen wir einen Auszug aus Kwame Nkrumahs vor 55 Jahren erschienenem Werk Class Struggle in Africa.
Der Kongo wird seit Jahrzehnten im Kriegszustand gehalten. Zuletzt nahmen am 26. Januar die von Ruanda unterstützen M23-Rebellen mehrere rohstoffreiche Regionen im Osten des Landes ein.
Wir haben vier Texte von drei afrikanischen Organisationen – der CPM-K, der WAPO und von Pan Africanism Today – sowie vom Tricontinental Institute zusammengetragen und übersetzt. Sie analysieren und bewerten die aktuellen Ereignisse und ordnen sie historisch und weltpolitisch ein.
Wir veröffentlichen hier einen Auszug aus einem Vortrag, den der Genosse Amílcar Cabral, revolutionärer Führer und marxistischer Theoretiker aus Guinea-Bissau, 1966 auf einer Konferenz in Havanna gehalten hat.
Die ausgewählte Textpassage behandelt den Neokolonialismus und die Frage der nationalen Befreiung und ist aus unserer Sicht auch heute noch sehr aktuell und lehrreich.
Der folgende Text ist ein Bericht von einer Konferenz im Senegal im November 2024. Aber er ist mehr als ein Bericht: Er gibt einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen in Westafrika – über den antiimperialistischen Kampf, über den progressiven Charakter der dortigen Militärregierungen und ihre Unterstützung aus dem Volk.
Es ist ein Einblick in die weitreichenden Maßnahmen zur Bekämpfung der neokolonialen Abhängigkeit, zum Aufbau einer eigenständigen Wirtschaft, zur Mobilisierung der Bevölkerung und auch in die damit verbundenen Schwierigkeiten.
Anlässlich des 20. Todestags von Oury Jalloh haben wir zwei Genossen von der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen interviewt.
Mit ihnen haben wir über die Morde an Oury Jalloh und anderen Opfern von Polizeigewalt, über die kolonialen Wurzeln des in Deutschland herrschenden Rassismus und über die Zusammenhänge zwischen Kolonialismus, Imperialismus, Flucht und Migration gesprochen.
Reihe zum Anlass des 75. Jahrestags der Gründung der DDR.
Teil 1 von 3
Während die imperialistischen Mächte seit dem Untergang der Kolonialreiche bis heute eine Politik der auf Bevormundung und Erpressung basierenden neokolonialen „Partnerschaft“ betreiben, basierte das Verhältnis der DDR zu den postkolonialen Staaten auf einer Genossenschaftlichkeit im Kampf gegen den gemeinsamen Feind: den Imperialismus. Daher hatte die Völkerfreundschaft der DDR eine materielle Basis und sie stand – im Gegensatz zur in der BRD propagierten „Völkerverständigung“ – nicht im Widerspruch zu den eigenen wirtschaftlichen und machtpolitischen Interessen.
Dies ist eine redaktionell überarbeitete und gekürzte Version des Interviews, das wir am 3. Juli mit Mwaivu Kaluka führten. Wir sprachen über die massiven Proteste in Kenia seit dem 18. Juni. Sie wurden mit extremer Polizeigewalt beantwortet. Die Demonstranten richten sich gegen die Steuerpolitik der Regierung aber, wie Mwaivu betont, auch gegen neokoloniale Institutionen und Politik. Wir sprachen über die Aufgaben innerhalb dieser Bewegung und die Aussichten für den Aufbau einer Alternative zur Kompradorenherrschaft.
Anfang Mai sprachen wir mit Booker Omole, dem Vizepräsidenten der Kommunistischen Partei Kenias über die Geschichte des (Neo-) Kolonialismus in Kenia, die nationale Entwicklung und Machtkämpfe zwischen USA und Großbritannien, sowie die Rolle Chinas im Land.
Für die Zeitung zum Kommunismus Kongress haben wir Auszüge des Interviews auf Deutsch übersetzt.
Im Juli haben wir Kyeretwie Opoku, von der „Socialist Movement of Ghana (SMG)“ für einen Podcast interviewt. Für die Zeitung zum Kommunismus Kongress haben wir Auszüge des Interviews auf Deutsch übersetzt. Wir sprachen mit ihm über die aktuelle politische Situation in Ghana und Westafrika, die Rolle des US-Imperialismus und der VR China in der Region, wie auch die konkreten Vorstellungen von Strategie und Taktik der SMG im Hinblick auf die antiimperialistischen Kämpfe der ghanaischen und afrikanischen Arbeiterklasse.
Der jüngste Angriff auf Samidoun zeigt einmal mehr, wie Imperialismus, Kolonialismus, Rassismus und Flucht zusammenhängen – und dass der Kampf dagegen gemeinsam geführt werden muss!
In den letzten beiden Wochen haben unsere Genossen in Frankfurt am Main und Düsseldorf Protestaktionen gegen die drohende Militärinvasion in Niger organisiert. Gleichzeitig haben uns die Geschehnisse im Sahel vor Augen geführt, dass wir uns als Bewegung in Deutschland mehr mit der Lage und den Entwicklungen in Afrika auseinandersetzen müssen.
Anlässlich des heutigen 40. Jahrestags der Augustrevolution in Burkina Faso dokumentieren wir eine Rede, die Thomas Sankara am 2. Oktober 1983 im Radio verlas, zwei Monate nach dem Sturz der von Frankreich abhängigen Regierung. In diesem zentralen Dokument wird eine knappe Analyse der neokolonialen Herrschaft und der Klassenverhältnisse in Burkina Faso dargelegt und die Strategie der „demokratischen Volksrevolution“ skizziert.
Frankreichs neokoloniale Vormachtstellung in Westafrika bröckelt weiter – und mit ihr die des gesamten Westens. Eine hoffnungsvolle Entwicklung für die Völker Afrikas, die verteidigt und konsequent fortgeführt werden muss!
France's neocolonial supremacy in West Africa continues to erode – and with it that of the entire West. A hopeful development for the peoples of Africa, which must be defended and consistently continued!
Our guest Booker Omole the national vice president from the Communist party of Kenya talks about the neocolonial system that developed after the formal independence of Kenia in 1963 and that is still shaping the political reality today.
Kwame Nkrumah führte Ghana 1957 mit der Conventions Peoples Party zu seiner Unabhängigkeit von Großbritannien. Mit seinem Werk „Neocolonialism – The Last Stage of Imperialism“ legte er außerdem den Grundstein für eine Definition des Neokolonialismus.
Eine Rezension von Lea Wagner.