Unterstützt den Panafrikanischen Gipfel gegen Imperialismus in Kenia!
Heute hat in Nairobi der Pan-Africanism Summit Against Imperialism (PASAI) begonnen. Er richtet sich gegen den sogenannten „Afrika-Frankreich-Gipfel“, der zeitgleich in Kenia stattfindet und das Ziel hat, den Neokolonialismus in Ostafrika zu zementieren.
Antiimperialistische und revolutionäre Kräfte werden in Kenia schon länger unterdrückt. Auch heute hat sich die staatliche Repression gegen Genossen gerichtet, die gegen das neokolonialistische Event protestiert haben.
Genossinnen von uns sind vor Ort dabei und werden über den PASAI berichten. In Kürze werden wir auch ein Interview mit zwei Genossen der Communist Party Marxist – Kenya (CPM-K) veröffentlichen.
Antikoloniale Umbrüche in Westafrika
Der diesjährige Pan-Africanism Summit Against Imperialism (PASAI) tagt in einer Phase tiefgreifender Umbrüche auf dem afrikanischen Kontinent. Während in der Sahel-Zone historische Verschiebungen stattfinden – mit dem Abzug des französischen Militärs aus Mali, Burkina Faso und Niger – erleben wir zugleich, wie imperialistische Akteure ihre Strategien neu ordnen, um ihren politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einfluss zu bewahren. Die jüngsten Destabilisierungsversuche in Mali, die wachsenden politischen Kampagnen gegen die AES-Staaten sowie die zunehmende Einmischung europäischer Institutionen zeigen: der Imperialismus zieht sich nicht zurück, er reorganisiert sich.
Gleichzeitig vollziehen die Staaten des Sahels mutige Schritte hin zu echter Souveränität. Der Aufbau eigener Verteidigungsstrukturen, nationale Rückgewinnung politischer Kontrolle und Projekte, die die Bevölkerung unmittelbar in die Gestaltung gesellschaftlicher Entwicklung einbeziehen, markieren einen Bruch mit Jahrzehnten neokolonialer Abhängigkeiten. Diese Entwicklungen bleiben nicht regional begrenzt, sondern inspirieren und ermutigen antiimperialistische Bewegungen weit über die Region hinaus.
Neokoloniales „Rollback“ in Ostafrika?
In diesem Kontext rückt auch Ostafrika in den Fokus. Die jüngste Ratifizierung eines weitreichenden Verteidigungsabkommens zwischen Frankreich und Kenia – inklusive umfassender Immunität für französische Truppen – steht exemplarisch für eine Politik, die unter dem Label „Partnerschaft“ den Verlust von Souveränität vorantreibt. Dass sich hunderte französische Soldaten bereits im Land befinden und diese Entscheidung bis 2036 auch nicht widerrufen werden kann, macht deutlich, wie aggressiv und langfristig diese Einbindung angelegt ist. Der von Frankreich und Kenia organisierte „Africa Forward Summit“ heißt nichts anderes als: vorwärts mit der Unterjochung afrikanischer Völker!
Umso bedeutender ist der Beitrag der kenianischen Genossen, die trotz massiver Repressionen den panafrikanischen Gegen-Gipfel organisieren. Ihr unerschütterlicher Einsatz gegen Neokolonialismus, Enteignung und politische Unterdrückung zeigt, was revolutionäre Konsequenz heute bedeutet – und weshalb internationale Solidarität notwendiger ist denn je.
Der Counter Summit schafft Raum für Analyse, Austausch und gemeinsame Strategien gegen imperialistische Interventionen auf dem Kontinent. Er knüpft an die realen Kämpfe um Selbstbestimmung an, die in der Sahel-Zone geführt werden, und macht deutlich: Die Zukunft Afrikas wird nicht in europäischen Regierungszentren verhandelt, sondern von den Völkern selbst erkämpft.
Praktische Solidarität!
Zum Schluss ein klarer Appell: Die Organisierung des PASAI benötigt materielle Unterstützung. Wer den Aufbau eines selbstbestimmten, panafrikanischen Widerstands konkret stärken will, kann dies mit einer Spende tun. Solidarität ist nicht nur ein Prinzip – sie ist eine praktische Notwendigkeit.