Der Iran verteidigt Westasien gegen den Imperialismus!

Bildquelle: David Holt via Wikimedia, CC BY-SA 2.0.

Es ist passiert: Wieder einmal hat die Führungsmacht des Weltimperialismus, die USA, einen souveränen Staat überfallen. Wieder einmal hat das zionistische Regime eine Aggression gegen ein Land in der Region begonnen. Wieder erreichen uns Bilder von durch US-zionistische Bomben zerstörte Schulen und zerfetzte Kinder. Wieder einmal schweigen Berlin, Paris, London und Brüssel zu einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Washingtons und Tel Avivs und unterstützen ihn – mehr oder weniger – offen.

Die Imperialisten wollen den Krieg!

Die Vorbereitungen für diesen Krieg laufen seit Monaten: offene Drohungen, Regime Change-Versuche, Propaganda über angebliche Massaker der Regierung an der eigenen Bevölkerung und die Einstufung der Iranischen Revolutionsgarden als „Terrororganisation“ durch die EU.

Vor allem aber war allen klar, wie stark das Interesse der USA und Israels an diesem Krieg ist:

Die Islamische Republik Iran ist das größte Hindernis für den Westen in der Region. Sie hat eine Achse des Widerstands aufgebaut, die über Jahre eine wichtige Gegenkraft zum Imperialismus dargestellt und nicht zuletzt dem palästinensischen Widerstand seine Schlagkraft verliehen hat. Die Ausschaltung dieser Achse ist die zentrale Voraussetzung für die Durchsetzung der westlichen Hegemonie im Nahen und Mittleren Osten.

Die von den USA geplante Zerschlagung des iranischen Staates hätte fatale Folgen für alle Völker Westasiens: Den iranischen Völkern drohen ein massenmörderischer Luftkrieg, Besatzung, Bürgerkriege, Balkanisierung und dauerhafte neokoloniale Unterdrückung. Der palästinensischen Befreiungsbewegung würde das Wegfallen ihrer einzigen verlässlichen Schutzmacht einen empfindlichen, vielleicht sogar tödlichen Schlag versetzen. Nicht nur ganz Palästina, sondern auch die arabischen Staaten wären dem zionistischen Expansionismus so stark ausgeliefert wie nie zuvor.

Darüber hinaus würde die Vernichtung der Islamischen Republik eine große Gefahr für China und Russland darstellen. Der Überfall auf den Iran ist für die USA nicht zuletzt eine konkrete Kriegsvorbereitung gegen die Volksrepublik und ein weiterer Schlag gegen die Russische Föderation.

Solidarität mit dem iranischen Volk ist jetzt notwendig. Der iranische Staat mit seinen militärischen und ökonomischen Potentialen ist die real existierende Organisationsform zur Abwehr der imperialistischen Aggression. In dieser Form führt das iranische Volk seinen Kampf für Freiheit und jetzt gerade akut für die Verteidigung seiner nackten Existenz.

Teheran hat das Recht, sich zu verteidigen!

Es handelt sich bereits um den zweiten Angriffskrieg gegen den Iran innerhalb von weniger als zwölf Monaten und um die jüngste Eskalation in einer langen Geschichte des westlichen Terrors und der Aggressionen gegen die Islamische Republik seit 1979. Doch auch in den Jahrzehnten zuvor war das Land immer wieder Opfer westlicher Angriffe auf seine Souveränität: Vor 100 Jahren war der Iran eine Halbkolonie und sein Volk hat sich aus diesem Zustand mühsam und heroisch herausgekämpft. Nun steht es wieder vor dem kolonialen Abgrund.

Der Iran selbst hat seit 200 Jahren keinen Krieg gegen ein anderes Land begonnen. Zugleich hat die Islamische Republik auf die Aggressionen des Westens – Bomben- und Raketenanschläge, Attentate auf Politiker und Wissenschaftler, Finanzierung von Terrorbanden und Separatisten, massenmörderische Sanktionen, Kapern von Frachtschiffen, der Angriffskrieg von Juni 2025 – höchst besonnen reagiert. Die vom Iran praktizierte Kombination aus demonstrativer Stärke und übergeduldiger Verhandlungs- und Kompromissbereitschaft ist typisch für unterlegene, abhängige Staaten, die vom Imperialismus bedroht werden. Sie unterstreicht die Tatsache, dass der Iran kein Interesse am Krieg hat, dass der Iran einen antikolonialen Überlebenskampf führt und dass die Führung der Republik ein hohes Verantwortungsbewusstsein an den Tag legt.

Das ist bewundernswert und klug – und im Angesicht des imperialistischen Wahnsinns, der die gesamte Region ins Chaos zu stürzen droht, auch notwendig. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Iran das Recht hat, sich gegen den imperialistischen Terror und den Kolonialkrieg mit allen Mitteln zu verteidigen. Wie schon bei den von Israel in den letzten beiden Jahren vom Zaun gebrochenen Angriffen wird der Iran nur siegen können, wenn er die Gewalt der Aggressoren mit gerechter Härte beantwortet. Das Recht dazu hat er – egal, was die imperialistische Propaganda behaupten wird. Dasselbe gilt für die Verbündeten Teherans in der Region.

Nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, die Aggression zu stoppen, haben laut Völkerrecht alle Staaten. Das aber ist ein frommer Wunsch. Daher kann dem westlichen Terrorismus nur mit einer Geschlossenheit der Widerstandskräfte Einhalt geboten werden. Dazu zählen vor allem die Akteure in der Region und jene Staaten, die sich dem Imperialismus widersetzen, aber auch die Palästinasolidarität und die Friedensbewegung im Westen.

Hände weg vom Iran – stoppt den Kolonialkrieg!
Solidarität mit der Islamischen Republik!
Nieder mit dem Imperialismus – es lebe der Widerstand der Völker!